Was ist der automatische Informationsaustausch in Steuersachen (AIA)? Und was ist FATCA?
Der internationale automatische Informationsaustausch in Steuersachen (AIA) ist ein globaler Standard, der Transparenz über die im Ausland gehaltenen Vermögenswerte schaffen soll. Über 100 Staaten sowie alle wichtigen Finanzzentren haben sich seit 2014 zur Übernahme des Standards bekannt, darunter auch die Schweiz.
Die USA haben 2010 ihren eigenen Standard, den Foreign Tax Compliance Act (FATCA), eingeführt. Ziel des AIA und des FATCA-Standards ist es, grenzüberschreitende Steuerhinterziehung zu verhindern.
Der AIA-Standard sieht vor, dass Banken Finanzinformationen ihrer betroffenen Kund:innen an die Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV übermitteln, welche die Daten an die zuständige Steuerbehörde im Ausland weiterleitet. Der Austausch erfolgt dabei nur mit Partnerstaaten, die dem AIA-Standard beigetreten sind. Die Liste aller Partnerstaaten ist auf der Website des Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen SIF veröffentlicht. Als schweizerisches Finanzinstitut muss die Freie Gemeinschaftsbank jährlich die relevanten Informationen von betroffenen Kund:innen an die ESTV melden.
FATCA ist eine unilaterale US-Regelung, die weltweit für alle Länder gilt. Alle Kontoinhaber:innen müssen ihrer Bank per Selbstauskunft deklarieren, ob sie US-Bürger:innen sind oder eine steuerliche US-Ansässigkeit haben. Als Finanzinstitut mit lokaler Kundschaft ist die Freie Gemeinschaftsbank verpflichtet, keine Geschäftsbeziehungen zu US-Personen zu unterhalten, die nicht Wohnsitz in der Schweiz haben.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen SIF.
Bitte beachten Sie, dass wir gemäss AIA und FATCA die Informationen unserer Kund:innen in regelmässigen Abständen aktualisieren müssen und Sie daher anschreiben werden.